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Pia Grundmann und Phillip Lausch zeigen mit Stolz ihre Urkunden. Die beiden Ausnahmesportler aus Fredenbeck und Stade bekommen für eine Jahr ein mit 1500 Euro dotiertes Sportstipendium. Sparkassen-Vorstand Dieter Kanzelmeyer, Paul-Reinhard Schmidt vom Kreissportbund (von links) und der stellvertretende Chefredakteur vom TAGEBLATT, Lars Strüning, haben den Preis am Freitag im Pressehaus übergeben. Foto Berlin
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Pia Grundmann und Phillip Lausch zeigen mit Stolz ihre Urkunden. Die beiden Ausnahmesportler aus Fredenbeck und Stade bekommen für eine Jahr ein mit 1500 Euro dotiertes Sportstipendium. Sparkassen-Vorstand Dieter Kanzelmeyer, Paul-Reinhard Schmidt vom Kreissportbund (von links) und der stellvertretende Chefredakteur vom TAGEBLATT, Lars Strüning, haben den Preis am Freitag im Pressehaus übergeben. Foto Berlin
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Jury trifft eine gute Auswahl


Pia Grundmann und Phillip Lausch erhalten das Stipendium von KSB und Sparkasse Stade-Altes Land

Daniel Berlin STADE. Die Kutschfahrerin Pia Grundmann (16) aus Fredenbeck und der Schwimmer Phillip Lausch (15) aus Stade erhalten das Sportstipendium des Kreissportbundes Stade (KSB) und der Sparkasse Stade-Altes Land. Das TAGEBLATT ist exklusiver Medienpartner dieses in diesem Jahr neu aufgelegten Projektes. Das Sportstipendium ist mit 1500 Euro dotiert und soll den jugendlichen Talenten helfen, ihren Sport ohne finanzielle Sorgen ausüben zu können.
Paul-Reinhard Schmidt vom Kreissportbund und Sparkassen-Chef Dieter Kanzelmeyer überreichten die Urkunden an Pia Grundmann und Phillip Lausch am Freitagabend im TAGEBLATT-Pressehaus an der Glückstädter Straße in Stade. "Die Stipendien gehen an junge Menschen, die für ihren Sport eine Menge Entbehrungen auf sich nehmen", sagte Schmidt. Zudem würden Sportler mit dem Stipendium bedacht, die auch wirtschaftlich im Schatten stehen, weil ihre Sportart Sponsoren nicht gerade anzieht. Elf junge Sportler hatten sich im vergangenen Jahr für das Sportstipendium beworben. "Das zeigt den Bedarf in der Region", sagte Kanzelmeyer. Die Jury habe eine gute Auswahl getroffen. Die Sportler hätten es verdient, gefördert zu werden. Schmidt sagte, die Bewerber haben es der Jury allerdings schwer gemacht. Der Wettbewerb läuft auch in diesem Jahr wieder. Ab den Sommerferien haben junge Sportlerinnen und Sportler zwischen 14 und 18 Jahren erneut die Gelegenheit, sich zu bewerben. Als Pia Grundmann und Phillip Lausch am Freitagabend mit ihren Familien und ihren Trainern in das Pressehaus kamen, wussten sie von nichts. Erst bei einem Festakt erfuhren die beiden, dass sie die ausgewählten Sportler sind. Entsprechend groß waren die Überraschung und die Freude über den finanziellen Zuschuss, den die Sparkasse in diesem Jahr an die Gewinner ausschüttet.
Pia Grundmann hat in ihrer noch jungen Karriere bereits viel erreicht. Bei den Deutschen Meisterschaften im Kutschfahren erzielte sie im vergangenen Jahr den fünften Platz bei den unter 25-jährigen Startern. Außerdem wurde Pia Grundmann aufgrund ihres Talents in den Bundesperspektivkader berufen. Sie trainiert täglich mit ihren Eltern ein bis zwei Pferde. Mit zwölf Jahren hat die heute 16-Jährige das erste Mal die Leine auf dem Kutschbock in die Hand genommen.
Das Jahr 2012 wird für die Fredenbeckerin ein ganz besonderes. Im Sommer will sie bei den Deutschen Jugendmeisterschaften starten. Außerdem ist es ihr Ziel, sich für die Europameisterschaften für Jugendliche zu qualifizieren. 15 Turniere stehen im Jahresplan von Pia Grundmann. Das kostet eine Menge Start- und Benzingeld.
Phillip Lausch lebt seit eineinhalb Jahren im Sportinternat in Hannover und trainiert dort bis zu achtmal pro Woche im Wasser und zudem ein halbes Dutzend Mal im Kraftraum. Der 15-Jährige, der in gut einer Woche Geburtstag feiert und für den Sport die Trennung von seinem Elternhaus in Kauf genommen hat, ist vor allem auf den Kurzstrecken zu Hause. Brustschwimmen ist seine Paradedisziplin. Über die 50 Meter Distanz ist Lausch mit 30,06 Sekunden Deutschlands zweitschnellster Schwimmer seines Jahrgangs. Das Geld aus dem Sportstipendium fließt in die schwimmerische Ausbildung. In diesem Jahr steht ein Trainingslager in Spanien auf dem Programm, außerdem die Meisterschaften auf Landesebene, die Norddeutsche- und die Deutsche Meisterschaft.
"Als kleiner Junge war ich dick", sagte Lausch mit einem Lächeln. Erst vor einigen Jahren kam bei ihm der große Durchbruch. Quasi von heute auf morgen pulverisierte Lausch seine Bestzeiten im Wasser und stieg zu den besten Schwimmern Deutschlands seines Alters auf.

30.01.2012 / Stader Tageblatt

 

   

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